1977 bis 2002

Als die alte, bei allen beliebte Turnhalle (ehemalige Flughalle) abgerissen wurde, begann innerhalb des TSV eine Diskussion, was man auf diesem Gelände bauen könnte, um es weiterhin sportlich zu nützen.

die alte Turnhale ehemalige Flughalle

Einige Mitglieder aus der Handball- und der Turnabteilung des TSV Schleißheim, allen voran der Turner Dieter Trapp hatten die Idee,
Tennisplätze zu bauen und eine Tennisabteilung zu gründen.

Gesagt, getan !

Es wurde eine Mitgliederversammlung einberufen und dort wurde dann intensiv diskutiert, ob dort Tennisplätze oder andere Sportanlagen entstehen sollten.

Die Befürworter der Tennisplätze setzten sich dann gegen erheblichen Widerstand durch und der Bau einer Tennisanlage und die Gründung der Tennisabteilung wurde beschlossen.

Die Abstimmung endete am 6.5.77 mit 75 Ja Stimmen, 34 Nein Stimmen und 6 Enthaltungen.

Der TSV Schleißheim stellte also die Plätze zur Verfügung, Dieter Trapp wurde Abteilungsleiter und ein Kredit des Hauptvereins genehmigt. Damit aber 3 Plätze finanzierbar waren, wurden per Zeitungsannonce noch externe Mitglieder gesucht und als dann ungefähr 130 Interessenten beieinander waren, ging es los.

Mit erheblichen finanziellen Eigenleistungen(die Aufnahmegebühr betrug damals beachtliche DM 300,00 pro Person ) und sehr vielen persönlichen Arbeitseinsätzen der Gründungsmitglieder entstand die Tennisanlage. Dazu mußten als Erstes die Grenzsteine mühsam gesucht und jede Menge Bäume gefällt werden.

Rudi Richter mit seinem Bagger ermöglichte die Erdbewegungen und es wurde geschaufelt und geschaufelt. Der Hang wurde von den Tennismitgliedern errichtet, so daß nur für den eigentlichen Tennisplatzbau die Fa. Ellwanger beauftragt wurde.

Die Tennisabteilung wurde am 7.7.1977 gegründet.

Die Platzeröffnung war am 28. Juli 1977.

Der 1. Abteilungsleiter war Dieter Trapp.

Dietar Trapp erster Abteilungsleiter

Die Satzung und die Richtlinien, die damals erstellt wurden, haben sich übrigens sehr bewährt und sind bis heute noch aktuell.

Die Ausstattung laut der Inventurliste war damals noch sehr bescheiden: 4 x Pfosten, 4 Netze, 4 Scharrierhölzer, 1 Linienkehrmaschine, 6 Abziehbesen, 1 Abziehhobel und 2 Besen.

Ab 28. Juli 1977 konnte dann gespielt werden.

Die offizielle Einweihung war erst im Mai 1978.

Der Andrang in den ersten Jahren war riesengroß. Es wurde gespielt, gefeiert, gekocht und irgendwann reifte dann bei den Tennislern die Idee, ein Unterstand wäre doch eine feine Sache. Geschützt vor Kälte und Regen, mit einer gemütlichen Sitzgelegenheit und einer kleinen Küche, das wäre es.

Dieter Trapp, der sich in den Anfangsjahren so sehr engagiert hatte, kandidierte nicht mehr und ein neuer Abteilungsleiter wurde gewählt.

Er hieß Karl Mayer (1983 bis 1986).

Karl Mayer zweiter Abteilungsleiter

Der Kredit war zwischenzeitlich zurückbezahlt. Karl Mayer nahm die Bauleitung in die Hand und es wurde wieder geschaufelt und gewerkelt, zur Finanzierung wurden sogar Bausteine an die Mitglieder verkauft und der Unterstand wurde gebaut.

Bau der Anlagen durch die Mitglieder

1984 war dann der Unterstand fertig und die nächsten Feste konnten warm und trocken gefeiert werden. Nur die Innenausstattung fehlte noch. Die kam etwas später. Es wurde ein Schreiner beauftragt, eine stabile und schöne Sitzecke zu bauen. Und die ist in der Tat, fast 20 Jahre später noch genau so schön und praktisch wie damals.

Der nächste Abteilungsleiter (von 1986 bis 1994) war Klaus Guppenberger.

Klaus Gruppenberger dritter Abteilungsleiter

Auch der wollte bzw. mußte bauen. Auf Wunsch der Abteilung war Klaus bereit, zusammen mit Hermann Märkl die nächsten Bauarbeiten anzugehen und zu planen.

Es wurde ein Geräteschuppen und eine Sonnenterrasse geplant und wieder wurde unter großem Einsatz der Mitglieder gewerkelt und geschaufelt. Gleichzeitig wurde der Weg vom Unterstand zum Geräteschuppen gepflastert, die Treppe neu gestaltet und eine neue Platzentwässerung installiert.

Der Rudi kam wieder einmal mit seinem Bagger und los ging es.
Aus den Aufzeichnungen ist zu ersehen, daß allein Hermann Märkl ca. 75 freiwillige Arbeitsstunden geleistet hat, und weitere 23 Mitglieder ca. 140 Stunden gearbeitet haben.

1995 folgte dann Günter Kopp als Abteilungsleiter

Günter Kopp vierter Abteilungsleiter

und auch er hat erst einmal heftig überlegt was man denn jetzt noch bauen könnte. Mit der großen Unterstützung von Willi Nagelschmitz und Horst Haslinger wurden 1996 ein Anbau und eine größere Küche geplant.

Außerdem wurde der Eingangsbereich (mit Fahrradständer) neu gestaltet und der Zaun erneuert.

Also wurden wieder freiwillige Mitglieder gesucht, die geschaufelt, gewerkelt und gebaut haben. Allen voran Horst Haslinger und Franz Fischer (die es zusammen auf ungefähr 200 freiwillige Arbeitsstunden brachten). Aber zu dieser Zeit mußte jeder Mann, der den Tennisplatz betrat, sich erst einmal handwerklich betätigen, bevor er spielen durfte. Dadurch wurden nochmals über 200 freiwillige Arbeitsstunden geleistet.
Seit 1996 steht nun unser komfortabler Unterstand mit Küche und Umkleide.

Bau der Anlagen mit Bagger

Zwischendurch sind noch der Abwasseranschluss mit Hebeanlage und eine Spülmaschine installiert worden.

Damit der Unterstand auch ein “Gesicht” hat, plante Horst Haslinger eine komfortable Küche, die dann im Jahr 2001 gekauft und eingebaut wurde, außerdem eine Zwischentüre aus Holz, damit es im Innenraum schön warm bleibt und eine große elektrische Markise.

komfortable Küche

Weil aber trotz der vielen Anschaffungen in den letzten 25 Jahren,
durch die unermüdlichen freiwilligen Arbeitseinsätze, eisern und kräftig gespart wurde, konnte im Jubiläumsjahr 2002 eine Einzelberegnungsanlage installiert werden. Also wurde vor Saisonbeginn wieder geplant, geschaufelt und gearbeitet.

Besonders erwähnenswert ist übrigens noch, daß die Frühjahrsinstandsetzung der Plätze vor der Saison die AH – Handballer des TSV in ihre bewährten Hände genommen haben und das schon seit Jahren. Und jedes Jahr sind alle wieder beeindruckt und stolz, wie schön und gut die Plätze geworden sind. Wenn z.B. nach starken Regenfällen auf den Plätzen rundherum noch Pause ist, kann auf den TSV Plätzen meistens schon wieder gespielt werden.

Auch die Regelung mit den Platzwarten war von den Gründern eine Superidee. Jeder einzelne Platzwart achtet darauf, daß die Plätze in einwandfreiem Zustand sind, von der ersten bis zur letzten Spielwoche.